Informationen für Betroffene und Angehörige
 
Copd

15. Januar 2018
Übergewichtige Patienten mit leichter bis mittelschwerer COPD (chronisch obstruktive Lungenerkrankung) haben öfter Begleiterkrankungen und nehmen mehr COPD-Medikamente ein. Die Autoren einer aktuellen niederländischen Studie plädieren deshalb dafür, dem Gewichtsmanagement im klinischen Alltag mehr Beachtung zu schenken.
  
04. Dezember 2017
Wie kann die Behandlung von chronischen Erkrankungen aus Patientensicht verbessert werden? Dieser Frage gehen Marburger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler momentan in einer Studie nach. An der Online-Umfrage können auch Betroffene mit der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung COPD teilnehmen.
  
30. November 2017
Über 120 Teilnehmerinnen und Teilnehmer folgten am 29. November der Einladung des Lungeninformationsdienstes des Helmholtz Zentrums München und kamen zum 18. Patientenforum Lunge nach München. Die hochkarätigen Referenten aus der klinischen Praxis informierten die Besucher in kurzen und verständlichen Vorträgen über aktuelle Therapieansätze bei chronischen Lungenkrankheiten und beantworteten zahlreiche Patientenanfragen.
  

Zur Diagnose einer COPD wird zunächst die Krankengeschichte des Patienten aufgenommen. Durch eine körperliche Untersuchung können die Symptome genauer abgeklärt werden. Zur Absicherung der Diagnose COPD werden auch die Blutgaswerte sowie die Lungenfunktion überprüft. Bei der Spirometrie kann zum Beispiel das Lungenvolumen gemessen werden, bei der Blutgasanalyse werden die Werte von Sauerstoff und Kohlenstoffdioxid ermittelt.

Zur genaueren Diagnostik oder zur Abgrenzung von anderen Erkrankungen können zusätzliche Maßnahmen bei der Diagnose einer COPD notwendig sein. Neben weiteren Untersuchungen des Blutes können dabei unter anderem eine Röntgenuntersuchung, eine Computertomographie oder ein EKG zur Anwendung kommen.

COPD bezeichnet eine chronische Lungenerkrankung, genauer eine chronisch obstruktive Bronchitis. COPD ist durch dauerhaft verengte Bronchien charakterisiert. Diese Verengung kommt durch verkrampfte Muskeln, geschwollene Schleimhaut und vermehrte Produktion von Schleim zustande. Bei einer COPD sind die Atemwege chronisch entzündet. Beispielsweise Atemnot, Husten und Auswurf sind typische Anzeichen von COPD. Die Symptome können sich im Verlauf der Krankheit verschlimmern, beispielsweise kann die Atemnot erst unter Belastung, später dann auch in Ruhe entstehen. Die chronisch obstruktive Lungenerkrankung kann auch eine Reihe von Folgeerkrankungen nach sich ziehen, unter anderem ein Cor pulmonale oder Wassereinlagerungen.

Durch eine COPD werden die Bronchien dauerhaft geschädigt. Aufgrund einer chronischen Bronchitis wird vermehrt Schleim produziert und die Flimmerhärchen werden in ihrer Funktion gestört. Die Schleimhaut der Bronchien ist entzündet und wird zunächst dicker. Dadurch sind die Atemwege verengt; in der Folge kommt es zu Atemnot und zu Muskelverkrampfungen. Aufgrund der Überblähung verschlechtert sich die Funktion der Lungenbläschen, die Wand der Bronchien wird dünner. Die Lungenbläschen können dadurch zusammenfallen, was eine unumkehrbare Schädigung bedeutet.

Verschiedene Faktoren können zur Entstehung einer COPD beitragen, dazu zählt vor allem das Rauchen. Neben Tabakrauch können auch andere eingeatmete Schadstoffe das Risiko erhöhen, an COPD zu erkranken.