Informationen für Betroffene und Angehörige
 
Copd
Therapie einer COPD

COPD ist nicht ursächlich heilbar, aber die Symptome der Erkrankung können gelindert werden. Neben medikamentöser Therapie sowie der Schulung im Umgang mit der Krankheit liegt der Schwerpunkt vor allem auf der Rauchentwöhnung. Durch eine Rauchentwöhnung können die Beschwerden oftmals verbessert und das Fortschreiten der COPD verlangsamt werden. Durch COPD-Schulungen wird Wissen über die Krankheit und den Umgang damit vermittelt, außerdem können moderater Sport, Techniken des Atmens oder auch eine Umstellung der Ernährung eine wichtige Rolle in der Alltagsbewältigung spielen.

Durch die Gabe von Medikamenten kann die Lunge erweitert, akute Schübe gelindert oder Schleim gelöst werden.

Therapie einer COPD

Eine COPD kann nicht geheilt werden.

Sind die Bronchien einmal geschädigt, kann dies nicht rückgängig gemacht werden. Die Therapie einer COPD zielt daher darauf ab, die Symptome zu lindern und den Betroffenen das Leben mit der Krankheit so angenehm wie möglich zu gestalten. Ein Schwerpunkt liegt auf einer Steigerung der körperlichen Belastbarkeit, einem Vermeiden akuter Verschlechterungen und Verbesserung der Lebensqualität.

Kurzfassung Nationale VersorgungsLeitlinie COPD

 

Nicht-medikamentöse Therapie

Dazu zählen COPD-Schulungen, die aktiv zur Krankheitsbewältigung beitragen und helfen, die Krankheit besser zu kontrollieren.

Durch Physiotherapie und körperliches Training kann die körperliche Belastbarkeit gesteigert werden. So werden zum Beispiel bestimmte Atemtechniken gelehrt, die das Atmen in Ruhe und unter Belastung erleichtern.

Befeuchtungstherapie: Eine weitere, simple durchzuführende Therapie ist das einatmen von angewärmter und befeuchteter Luft.

Video zur Anwendung der Befeuchtungstherapie

 

Um das Körpergewicht konstant zu halten, kann eine Ernährungstherapie erforderlich sein. In fortgeschrittenen Stadien können mit einer Sauerstoff-Langzeittherapie gute Ergebnisse erzielt werden.

Durch die Zufuhr von Sauerstoff über eine Nasensonde über 16 bis 24 Stunden täglich kann die Lebenserwartung der Patienten gesteigert werden. Diese Form der Therapie wird insbesondere bei einem Auftreten einer Rechtsherzschwäche in Zusammenhang mit der COPD eingesetzt und lässt sich optimal mit der Befeuchtungstherapie verbinden.

Medikamentöse Therapie bei einer COPD

Bei einer COPD kommen Bronchodilatatoren zum Einsatz, deren Ziel es ist, die Lungen weit zu stellen und dadurch die Atmung zu verbessern.

Ein weiterer wichtiger Zweig bei der Behandlung einer COPD ist die Gabe von Kortison. Eine Inhalation von Kortison ist wichtiger Bestandteil der Basistherapie bei mittelschwerer und schwerer COPD.

Schleimlösende Mittel haben auf den direkten Verlauf einer COPD keine Auswirkung. Hustenstiller sollten nur kurzfristig angewendet werden. Ein Einsatz über einen längeren Zeitraum kann dazu führen, dass sich der Schleim in der Lunge festsetzt – und eine Lungenentzündung hervorrufen.

Antibiotika kommen bei einer COPD besonders dann zum Einsatz, wenn aufgrund von Infektionen akute Verschlechterungen der Krankheit eintreten.

 

Das Rauchen sofort aufgeben

Das Rauchen ist die häufigste Ursache einer COPD. Entsprechend ist der wichtigste Baustein einer COPD-Therapie das Aufhören mit dem Rauchen. Wer Angst davor hat, das Rauchen aufzugeben oder bei einem Versuch des Aufhörens zu scheitern, sollte sich medikamentöse und psychosoziale Hilfe bei der Rauchentwöhnung holen.

 

COPD bezeichnet eine chronische Lungenerkrankung, genauer eine chronisch obstruktive Bronchitis. COPD ist durch dauerhaft verengte Bronchien charakterisiert. Diese Verengung kommt durch verkrampfte Muskeln, geschwollene Schleimhaut und vermehrte Produktion von Schleim zustande. Bei einer COPD sind die Atemwege chronisch entzündet. Beispielsweise Atemnot, Husten und Auswurf sind typische Anzeichen von COPD. Die Symptome können sich im Verlauf der Krankheit verschlimmern, beispielsweise kann die Atemnot erst unter Belastung, später dann auch in Ruhe entstehen. Die chronisch obstruktive Lungenerkrankung kann auch eine Reihe von Folgeerkrankungen nach sich ziehen, unter anderem ein Cor pulmonale oder Wassereinlagerungen.

Durch eine COPD werden die Bronchien dauerhaft geschädigt. Aufgrund einer chronischen Bronchitis wird vermehrt Schleim produziert und die Flimmerhärchen werden in ihrer Funktion gestört. Die Schleimhaut der Bronchien ist entzündet und wird zunächst dicker. Dadurch sind die Atemwege verengt; in der Folge kommt es zu Atemnot und zu Muskelverkrampfungen. Aufgrund der Überblähung verschlechtert sich die Funktion der Lungenbläschen, die Wand der Bronchien wird dünner. Die Lungenbläschen können dadurch zusammenfallen, was eine unumkehrbare Schädigung bedeutet.

Verschiedene Faktoren können zur Entstehung einer COPD beitragen, dazu zählt vor allem das Rauchen. Neben Tabakrauch können auch andere eingeatmete Schadstoffe das Risiko erhöhen, an COPD zu erkranken.

Zur Diagnose einer COPD wird zunächst die Krankengeschichte des Patienten aufgenommen. Durch eine körperliche Untersuchung können die Symptome genauer abgeklärt werden. Zur Absicherung der Diagnose COPD werden auch die Blutgaswerte sowie die Lungenfunktion überprüft. Bei der Spirometrie kann zum Beispiel das Lungenvolumen gemessen werden, bei der Blutgasanalyse werden die Werte von Sauerstoff und Kohlenstoffdioxid ermittelt.

Zur genaueren Diagnostik oder zur Abgrenzung von anderen Erkrankungen können zusätzliche Maßnahmen bei der Diagnose einer COPD notwendig sein. Neben weiteren Untersuchungen des Blutes können dabei unter anderem eine Röntgenuntersuchung, eine Computertomographie oder ein EKG zur Anwendung kommen.