Ratgeber COPD
Informationen für Betroffene und Angehörige
Was ist eine COPD?
COPD ist eine Abkürzung, die sich aus dem Englischen ableitet, nämlich von „chronic obstructive pulmonary disease“. Übersetzt bedeutet das Chronische Obstruktive Lungenerkrankung. Der Begriff COPD wird als Sammelbegriff für die chronisch obstruktive Bronchitis und das Lungenemphysem verwendet.
Der Begriff „obstruktiv“
Wichtig für die Einordnung einer Lungenerkrankung unter dem Sammelbegriff COPD ist der Begriff „obstruktiv“. Er beschreibt eine dauerhafte Verengung der Bronchien der Lunge, wodurch eine Atemnot entstehen kann. Eine Obstruktion wird durch drei Faktoren verursacht:
- eine Verkrampfung der Bronchialmuskulatur
- eine Schwellung der Schleimhaut in den Bronchien (Ödem)
- eine krankhaft erhöhte Schleimproduktion aufgrund einer dauerhaften Entzündung der Atemwege
Neben dem Vorliegen einer Obstruktion ist die COPD dadurch gekennzeichnet, dass sie dauerhaft besteht, also einen chronischen Verlauf hat.
Symptome einer COPD
Folgende Symptome treten bei einer COPD auf:
- Atemnot, zunächst nur unter Belastung, später auch in Ruhe
- Husten, der im Laufe der Zeit immer hartnäckiger und schlimmer wird
- Auswurf, der immer zäher wird und immer schwerer abzuhusten ist
Eventuell kann neben diesen Symptomen ein Gewichtsverlust auftreten. Im Spätstadium einer COPD kann es zudem zu einem sogenannten Cor pulmonale kommen, einer Vergrößerung und Schwächung der rechten Herzhälfte. Eine solche Herzschwäche bleibt nicht ohne Folgen und äußert sich ebenfalls mit bestimmten Symptomen. So kann es zu einer Einlagerung von Wasser in den Beinen (Ödeme) oder auch im Bauch (Aszites) kommen.
Im Verlauf einer COPD können immer wieder akute Verschlimmerungen (Exazerbationen) der Symptome auftreten. Neben der Zunahme von Atemnot, Husten und Auswurf werden in einem solchen Fall Farbveränderungen des Auswurfs, ein allgemeines Unwohlsein und eine Brustenge von den Patienten beschrieben.
Häufigkeit einer COPD
Es wird angenommen, dass in Deutschland etwa drei bis fünf Millionen Menschen an einer COPD erkrankt sind. In den USA sind es etwa 16 Millionen, die weltweite Zahl der Fälle wird auf mehrere Hundert Millionen Menschen beziffert. Entsprechend kann man von einer Volkskrankheit sprechen. Weltweit stellt die COPD die vierthäufigste Todesursache dar – und ihre Häufigkeit nimmt immer mehr zu. Es wird angenommen, dass in Europa nur etwa jeder fünfte Fall von COPD auch diagnostiziert wird – die meisten Betroffenen sind sich demnach ihrer Krankheit nicht bewusst. Generell sind Männer häufiger von einer COPD betroffen als Frauen, etwa zwei- bis dreimal so oft. Die COPD ist eine Krankheit, deren Häufigkeit mit steigendem Alter immer weiter zunimmt. Während bei den über 40-Jährigen etwa 15 % erkrankt sind, sind es bei den über 70-Jährigen knapp 30 %, die an COPD erkranken.
Lydia Köper