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30. Juli 2018
Inhalative Kortikosteroide (Cortison) erhöhen das Risiko für eine Lungenentzündung bei COPD. Eine in ‚Nature Communications‘ veröffentlichte Studie zeigt jetzt, wie es dazu kommen könnte: Im Versuchsmodell beeinflusste das Cortison Fluticason die Immunantwort negativ und verhinderte den schnellen Abbau der Erreger. Die Gabe von Interferon-Beta könnte dem womöglich entgegenwirken.
  
09. Juli 2018
Wie hilfreich sind Nikotinkaugummi oder Nikotinpflaster als Unterstützung bei der Raucherentwöhnung? Forschende des internationalen Wissenschaftler-Netzwerks Cochrane haben dies in einer Übersichtsarbeit untersucht und werteten dafür über 130 Studien aus. Ihr Ergebnis: Alle Formen der Nikotinersatztherapie helfen beim Rauchstopp.
  
05. Juli 2018
Die Deutsche Atemwegsliga e.V. hat gemeinsam mit Patientenorganisationen eine Petition beim Bundestag veranlasst, in der es um das Austauschverbot - genannt Substitutionsverbot von Inhalatoren geht. Ein individuell verordneter Inhalator soll zukünftig in der Apotheke nicht mehr ausgetauscht werden dürfen, wie dies momentan noch der Fall ist. Bis zum 17.7.2018 kann die Petition noch unterstützt werden.
  

Zur Diagnose einer COPD wird zunächst die Krankengeschichte des Patienten aufgenommen. Durch eine körperliche Untersuchung können die Symptome genauer abgeklärt werden. Zur Absicherung der Diagnose COPD werden auch die Blutgaswerte sowie die Lungenfunktion überprüft. Bei der Spirometrie kann zum Beispiel das Lungenvolumen gemessen werden, bei der Blutgasanalyse werden die Werte von Sauerstoff und Kohlenstoffdioxid ermittelt.

Zur genaueren Diagnostik oder zur Abgrenzung von anderen Erkrankungen können zusätzliche Maßnahmen bei der Diagnose einer COPD notwendig sein. Neben weiteren Untersuchungen des Blutes können dabei unter anderem eine Röntgenuntersuchung, eine Computertomographie oder ein EKG zur Anwendung kommen.

COPD bezeichnet eine chronische Lungenerkrankung, genauer eine chronisch obstruktive Bronchitis. COPD ist durch dauerhaft verengte Bronchien charakterisiert. Diese Verengung kommt durch verkrampfte Muskeln, geschwollene Schleimhaut und vermehrte Produktion von Schleim zustande. Bei einer COPD sind die Atemwege chronisch entzündet. Beispielsweise Atemnot, Husten und Auswurf sind typische Anzeichen von COPD. Die Symptome können sich im Verlauf der Krankheit verschlimmern, beispielsweise kann die Atemnot erst unter Belastung, später dann auch in Ruhe entstehen. Die chronisch obstruktive Lungenerkrankung kann auch eine Reihe von Folgeerkrankungen nach sich ziehen, unter anderem ein Cor pulmonale oder Wassereinlagerungen.

COPD ist nicht ursächlich heilbar, aber die Symptome der Erkrankung können gelindert werden. Neben medikamentöser Therapie sowie der Schulung im Umgang mit der Krankheit liegt der Schwerpunkt vor allem auf der Rauchentwöhnung. Durch eine Rauchentwöhnung können die Beschwerden oftmals verbessert und das Fortschreiten der COPD verlangsamt werden. Durch COPD-Schulungen wird Wissen über die Krankheit und den Umgang damit vermittelt, außerdem können moderater Sport, Techniken des Atmens oder auch eine Umstellung der Ernährung eine wichtige Rolle in der Alltagsbewältigung spielen.

Durch die Gabe von Medikamenten kann die Lunge erweitert, akute Schübe gelindert oder Schleim gelöst werden.